Stress und das Nervensystem- ein Blick durch die Polyvagal-Theorie
Stress ist mehr als ein psychisches Erleben- er zeigt sich auch auf Ebene unseres Nervensystems.
Die Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges beschreibt, wie unser autonomes Nervensystem fortlaufend zwischen Sicherheit und Bedrohung unterscheidet. Werden Situationen als belastend wahrgenommen, können typische Stressreaktionen wie Anspannung, Innere Unruhe oder Rückzug entstehen. Fühlt sich das Nervensystem hingegen sicher, werden soziale Verbundenheit, emotionale Regulation und Wohlbefinden gefördert.
Für die psychotherapeutische Praxis unterstreicht dieses Modell die Bedeutung von Sicherheit, Beziehung und Stressregulation als wichtige Grundlagen für psychische Gesundheit.
Quelle: Porges, S. W. (2021) Die Polyvagal-Theorie und die Suche nach Sicherheit: Traumabehandlung, soziales Engagement und Bindung. G. P. Probst Verlag
